Tom Waits – Bad As Me

Er hat den Blues, er brüllt und leidet und er ist hoffnungsvoll sentimental. Nach sieben Jahren Pause veröffentlicht Waits einen weiteren Meilenstein seines Schaffens, ein Album das das gesamte Spektrum seiner Genialität zeigt und zurecht seine Ausnahmestellung bestätigt. Auf ‚Bad As Me‘ findet sich sämtliche Stilrichtungen des Waits’schen Kosmos wieder, die rumpeligen und verquerten Stücke wechseln sich mit den schnulzigen Balladen ab (‚Pay Me‘, ‚Last Leaf‘), die man beinahe seit ‚Rain Dogs‘, Mitte der Achtziger nicht mehr in dieser Schmalzigkeit gehört hat. Doch gerade weil Waits diesmal nicht den Schwerpunkt auf experimentelle Verschrobenheit setzt ist das Album so bemerkens- und hörenswert. Bei druckvollen Bläserarrangements, wie beim Opener ‚Chicago‘ oder dem zupfigen Bass auf ‚Get Lost‘ bleibt kein Bein still stehen und die so vertraute, whiskygetränkte Stimme gräbt sich durch den Gehörgang oder jault in hoher Tonlage (‚Talking At The Same Time‘) durch eine aktustisch verrauchte und heruntergekommende Pianobar. Waits beweist mit ‚Bad As Me‘ erneut seine Genialität als Sänger und Komponist und dürfte sein Fans in Verzückung bringen. Im Video ‚Private Listening Party‘ (s.u.) beweist er darüber hinaus seinen Humor in Sachen Internet und Privatsphäre.

0 Gedanken zu „Tom Waits – Bad As Me

  • 27. Dezember 2011 um 21:06
    Permalink

    Ich mag Tom Waits! Man muss allerdings in der Stimmung sein – schon ein paar Bier genügen und man fängt an, mitzusingen, äh, mitzugrölen, mitzuglucksen oder sonst irgendwelche Laute zu produzieren.
    ST

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